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Wer mit Menschen arbeitet, wird ständig mit Tatsachen konfrontiert. Positiven ebenso wie negativen. Wer mit Menschen im Gespräch ist, muss sich deshalb manchen unangenehmen Dingen aus der eigenen Geschichte stellen. Oder man verdrängt diese.

Ein Schritt reichte, ein kleiner, bewusster Schritt und der Damm bekam Risse. Positive Risse, die das Wasser durchsickern ließen. Gefühle, Bilder und Gedanken, die gestaut waren und blockierten. Fünfundvierzig Minuten und eine Last fiel von mir ab. Die Last, die mein Eigengewicht zu sein schien. Und ich lebte auf. Aktiv.

Mein Arbeitsplatz ist einer der besten Umstände, die mir zu dieser Zeit in meinem Leben passieren konnten. Danke.

Manchmal bin ich meinem Körper dankbar: und zwar dann, wenn er beschließt, mir eine kleine Erkältungskrankheit an Land zu holen, damit ich entspannen kann. Einen Tag ein wenig mies fühlen, aber an die Wohnung und das Sofa gefesselt zu sein- einen Tag so verbringen zu müssen, ist erholsam, so lange die Krankheitssymptome auszuhalten sind. Vielleicht steckt aber auch gar nicht der Körper dahinter, sondern das verschnupfte Kleinkind, das mich beim Spielen versehentlich einige Male angehustet hat? Oder der Herbst und die von mir klamottenmäßig überbewerteten 17 Grad? Wie dem auch sei: ich entspanne daheim.

Oooooommm.

My home is my castle.

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