Ein Tag, der von meinen eigenen Erwartungen überlagert wird.
Dann werde ich Zeit haben, um zu tun, was ich möchte. Oder müsste. Dinge, wie Papierkram zu sortieren, aufzuräumen oder endlich mal den Kleiderschrank auszumisten und die ollen blöden Shirts auszumustern, die schon seit drei Jahren zu kurz sind und damit täglich mahnen, meine mir momentan passenden Shirts nicht ebenfalls zu kurz werden zu lassen (das geht, indem man am Montag abends eine ganze Tüte Chips verdrückt, am nächsten Abend eine kleine Tüta M&Ms und den Abend drauf nochmal ein Eis und den Tag darauf.. Abends muss man sich doch nach den Strapazen der Arbeit doch was gönnen, oder etwa nicht?). Und so verkürzen sich die Shirts beinahe von selbst (und dabei meine ich keine sexy kurzen Oberteile und keine modischen weiten und kurzen Oberteile, sondern enge, zu kurzgewordene.. ihr versteht!). In diesem Sinne müsste ich dann auf das Thema Sport zu sprechen kommen..


In Wirklichkeit sage ich mir den ganzen Sonntag, dass ich nicht an die kommenden Werktage denken werde. Und tu es dann doch den ganzen Tag. Mal mit guten Gefühlen, dann wieder mit gemischten und plötzlich mit ganz üblen Gefühlen. Während ich daran denke, surfe ich auf meinen liebsten Blogs umher und denke daran, auch mal wieder einen Eintrag schreiben zu wollen. Dabei fallen mir immer nur Arbeitsthemen ein und deshalb verwerfe ich dann wieder die Idee, einen Eintrag schreiben zu wollen.
Also wende ich mich schöneren Dingen zu: versinken in der Welt von Serien, die mir eine riesige Familie von witzigsten Charakteren vorspielen, die ständig tolle Dinge erleben und deren außergewöhnliche Erlebnisse passend von Musik oder Gelächter begleitet wird.

So ähnlich wie mein Leben. Ganz klar. Nur, dass da glücklicherweise die Hintergrundlacher fehlen, aber gegen Musikeinlagen hätte ich weniger einzuwenden. Und noch fehlt die eine Bar, in der ich alle meine Freunde täglich treffe und mit denen witzige Sachen erdenke.
Vielleicht sollte ich nun da tun, was die Leutchen nie tun (und weswegen sie ständig Zeit zu haben scheinen- da wette ich drauf!): Wäschewaschen, Wohnung aufräumen, Fachliteratur lesen und Sport treiben. Willkommen in der realen Sonntagswelt!
Und mal sehen, was ich dann davon wirklich erledigt haben werde.

4 Kommentare
Kommentar-Feed für diesen Beitrag
15. Januar 2012 um 19:49
Sherry
Oh, diese eine Bar fehlt mir auch. Und ich liebe HIMYM auch über alle Maßen, ich fühle mich in der Serie sehr Zuhause. Ich finde, du solltest ruhig über deine Arbeit schreiben. Vielleicht kannst du sie dann etwas besser isolieren, abschalten. Wer weiß? Ach, ich esse auch immer, um mir etwas zu gönnen. Furchtbar. Aber ich spüre den Druck einfach wirklich fallen, wenn ich in Schokolade reinbeiße.
15. Januar 2012 um 21:02
peelia
Vielleicht hast du recht. Wahrscheinlich könntest du da ganz gut mitreden.. denn es geht bei mir ja um Beratung und soweit ich das herauslesen konnte, durftest du auch schon rat- und hilfesuchenden Menschen gegenüber sitzen, oder? :)
Ja, etwas Leckeres zu essen, ist eine Belohnung für mich, aber es kann ja auch in Maßen geschehen und muss nicht die ganze Packung sein! ;) Das war jetzt an mich gerichtet.. seufz.
Was ich seltsamerweise auch gern schaue, zeitweise aber ziemlich einfach gestrickt und ermüdend finde: Gossip Girl. Und dennoch sehe ich streckenweise immer wieder den endlosen stories zu, tauche ein in andere Welten und bin immer wieder sehr froh, nicht mit der Last von Geld und grenzenloser Verfügbarkeit gesegnet zu sein :D
16. Januar 2012 um 22:26
die.sandra
Huhuu, ich glaub auch, dass Du ruhig über Deine Arbeit schreiben könntest. Ich mach das auch manchmal eher unterschwellig- man weiß ja nie, ob irgendwer von der Arbeit auf den Blog findet, von daher muss man natürlich ein bisschen aufpassen, was man schreibt. Aber man kann es trotzdem tun und wenn man sich die Dinge von der Seele schreibt, ist es ja meistens doch etwas einfacher.
Ich denke auch immer: Ja, super, die treffen sich jetzt in der Bar und sind topfit! Ich bin hundemüde, wenn ich nach Hause komme und bin froh, wenn ich noch gebügelt habe- manchmal lande ich auch nach dem Abendessen einfach auf der Couch und ziehe später nur noch ins Bett um. Die haben auch bestimmt keinen achteinhalb Stundentag.
Aber Vorsicht mit dem Süßkram und dem anderen Zeug. Das ist zwar super abends auf der Couch und das, was ich dazu sage, weiß ja eh jeder und rollt mit den Augen (ich auch), aber es ist furchtbar, wenn man irgendwann feststellt, dass die Jeans nicht mehr so leicht zugehen, wie zu Zeiten des Kaufs und T- Shirts sind mir auch schon zu kurz geworden. Das ist dann jedenfalls noch viel frustrierender, als sich abends mit den Chips irgendwie glücklich machen zu müssen.
19. Januar 2012 um 22:48
peelia
Ja, die Arbeit wird sicher noch ein Thema.. aber manchmal bin ich selbst erschrocken darüber, wie wenig ich mir zutraue oder als “gut” anrechne, so dass ich hier dann nicht rumjammern möchte.
Dass die Seriencharaktere arbeiten, kann gar nicht sein: es ist meistens noch hell und nett, wenn sie sich treffen und arbeiten passiert so nebenbei. Eigentlich meine Wunschvorstellung: in Teilzeit arbeiten und Freunde haben, die ebenfalls nur in Teilzeit arbeiten, so dass man auch Zeit mit ihnen verbringen kann.
Wenn ich das Gefühl habe, dass mein Leben sich gerade hauptsächlich um anstrengende Dinge dreht, esse ich oft mehr. Aber so langsam kriege ich mich wieder ein und bald ist Frühling.. du hast Recht: zunehmen geht schneller als abnehmen (zumindest bei mir) und Klamotten, die nicht passen, will ich ja auch nicht haben.